Einmal Singburi ist nicht genug

Dieser Artikel wurde erstellt am: 31.12.2013 - 14:01

Mit folgenden Kategorien: Thailand, Thailänderin


Heute ist mein zweiter Tag in Singburi. Die Attraktionen dieser kleinen Provinz sind weit verstreut und man braucht eine Menge Zeit, wenn man alles sehen will. Also sollte man sich am besten ein Moped mieten, um schneller voran zu kommen.
Die Sehenswürdigkeiten sind die buddhistischen Tempel, die aber für westliche Touristen normalerweise nicht interessant sind. Trotzdem finde ich es sehr schön, die schmalen Straßen am Fluß mit dem Moped entlang zu fahren um einfach ein bißchen zu gucken, was sich wohl hinter der nächsten Ecke befindet.
Am Abend bin ich wieder in den Massage Salon neben dem Chao Phraya Gardens Hotel gegangen. Ich wollte mich nochmal von der Phet massieren lassen. Am Abend zuvor war es einfach himmlisch und so etwas Schönes muß man unbedingt wiederholen. Der Chef von dem Salon hat mich gefragt, welche ich heute haben will. Anscheinend ist es ganz normal, daß man sich jedes Mal eine andere Masseurin nimmt. Ich hab‘ mich wieder für die gute Phet entschieden und die Wahl war absolut richtig.
Im Grunde lief alles genau so ab wie am Abend zuvor. Gleicher Preis, gleicher Service, gleiche Zufriedenheit. Die kleine Frau hat echt das letzte Tröpfchen aus mir raus geholt und am Ende hab‘ ich mich gefühlt, wie nach einem Marathonlauf. In den ersten Minuten konnte gar nicht aufstehen, so fertig war ich. Als ich dann wieder einigermaßen bei Sinnen war haben wir uns ein bißchen unterhalten, so gut das eben ging und dabei hat sie mir gesagt, daß sie aus Chiang Mai kommt. Chiang Mai liegt im Norden von Thailand und ist eigentlich ein Touristenzentrum aber da wollte sie nicht arbeiten, weil sie Angst hat, daß sie dort jemand kennt.
Die Geschichten, die die Mädchen erzählen sind immer die gleichen:

– früh geheiratet,
– schnell Kinder in die Welt gesetzt,
– Mann mit einer anderen weggelaufen oder sonst wie verschwunden.
– Keine Ausbildung,
– kein Geld,
– keine Arbeit.

Also bleibt nicht mehr viel außer der Arbeit in einem Massagesalon oder etwas Vergleichbarem. Sehr traurig, wirklich, aber ich kann die Welt und die Sitten in diesem Land nicht ändern. Ich bin hier nur Gast und erfreue mich an dem, was hier üblich ist und hoffe, daß mein Geld den Mädels wenigstens ein wenig hilft.

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