Nichts passiert in Singburi

Dieser Artikel wurde erstellt am: 29.09.2015 - 18:38

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Mich hat es nach Singburi verschlagen. Ich sage es nur ungern und wenn jemand aus Singburi das hier ließt, dann möge er mir verzeihen, aber hier ist echt der Hund begraben. Aus Sicht des westlichen Touristen ist hier noch weniger los, als in Lopburi. Die Attraktionen von Lopburi sind die Affen aber in Singburi gibt es wirklich nichts. Ich hab‘ hier bisher auch nur einen anderen Europäer gesehen und was der hier wollte, ist mir ein Rätsel.
Die Stadt ist noch so, wie ich Thailand vor 20 Jahren kennengelernt habe und darin liegt der Reiz denn mit Englisch kommt man hier nicht weit und das sehe ich als meine persönliche Herausforderung.

Es gibt einige Massage Salons und die wollte ich mir ansehen. Um die überhaupt zu finden ist es sehr hilfreich, wenn man das Thai Wort für Massage lesen kann. Natürlich könnte man es sich auch ganz einfach machen und einen Motorradtaxifahrer fragen oder gleich nach Pattaya gehen.

Ich war vor etwa zwei Jahren schon einmal in Singburi und wollte meine Erinnerungen ein bißchen auffrischen. Der Massage Salon, in dem ich damals war, existiert sogar noch. Er ist rechts vom Eingang des „Chao Phraya Gardens Hotel“ (โรงแรมเจ้าพระยาการ์เด้นส์โฮเต็ล) und heißt „Natalie“ (นาตาลี).

Eingang zum Natalie Massage Salon

Von außen sieht alles noch genau so aus, wie vor zwei Jahren. Die Frau, die mich damals zwei Mal massiert hat hieß Phet und wenn die noch da wäre, dann hätte ich mich garantiert wieder von ihr behandeln lassen. Also hatte ich schon ein bißchen Vorfreude auf den Laden, denn in meiner Erinnerung ging da drin richtig die Post ab.

Leider kam alles ganz anders

Die Sache ist im Grunde eher peinlich für mich und vielleicht lösche ich diesen Eintrag später einfach wieder, aber im Tagebuch des Lebens kann man keine Seiten rausreißen und dieser Blog ist mein Tagebuch.

Es war etwa halb fünf, als ich in den „Natalie“ (นาตาลี) Massage Salon gegangen bin. Ich konnte mich noch dunkel erinnern, wie das vor zwei Jahren ausgesehen hat, aber als ich drin stand, kam die Erinnerung zurück. Es war damals schon ziemlich heruntergekommen und dreckig und daran hat sich nichts geändert.
Zuerst war nur eine Masseurin in dem Empfangsraum. Die war gerade am Telefonieren und das muß wohl so wichtig gewesen sein, daß sie mich gar nicht beachtet hat. Als sie das Gespräch beendet hatte, rief sie ihre Kolleginnen, die nach und nach aus den hinteren Räumen zum Vorschein kamen. Nach einer Weile waren vier oder fünf Frauen in diesem Empfangsraum. Untereinander haben die sich in einer Sprache unterhalten, die ich nicht verstanden habe. Thailändisch war es jedenfalls nicht. Vielleicht stammten die aus Burma oder Laos, wer weiß? Alle waren für meinen Geschmack unattraktiv.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte keine von denen mich begrüßt und es wäre das Beste gewesen, wenn ich einfach schweigend wieder raus gegangen wäre.
An der Wand war eine handgeschriebene Preisliste und ich glaube, die war vor zwei Jahren auch schon da. Die normale Massage sollte 320 Baht kosten und die Ölmassage 500. Die Preise waren also fast so, wie in Lopburi oder Nakhon Ratchasima.
Endlich hat die mit dem Telefon mich angesehen und etwas zu mir gesagt. Ich weiß zwar nicht mehr genau, was sie gesagt hatte, aber der Satz fing mit „Juh“ an und gegen dieses Wort bin ich allergisch. Ich glaube, sie sagte: „You, massage, you“.
Wie soll man darauf am besten reagieren? Viel Zeit zum überlegen war nicht, also hab‘ ich einfach nur „Juh“ gesagt. Die haben mich angesehen, wie ein Wesen vom anderen Stern und haben wahrscheinlich gehofft, daß ich doch einfach wieder abhauen möge. Ich hab‘ die nicht verstanden und die haben mich nicht verstanden und das war keine gute Basis, aber ich dachte, daß es auch ohne Worte klappen kann, wenn man nur will. Ich wollte, aber ob die wollten weiß ich nicht. Im Grunde gibt es nicht viel zu reden und ich gehe davon aus, daß, die genau gewußt haben, was ich wollte.
Leider haben die mir alle nicht gefallen und ich hätte wirklich wieder gehen sollen, aber nun war ich schon mal da und wollte es auch zu Ende bringen.
Ich hab‘ mich für die entschieden, die mir am wenigsten unsympathisch war und bin mit ihr in ein dunkles Zimmer gegangen. Das Zimmer war noch dreckiger als der Empfangsraum, zumindest kam mir das so vor. Auf dem Boden war nur die obligatorische Matratze. Die Frage, wann und wie oft der Bettbezug bei dieser Matratze gewechselt wird, wollte ich lieber nicht stellen, sonst hätte die Dame noch einen Lachkrampf bekommen. Außer der Matratze war ein Fernseher und ein Ventilator in dem Zimmer. Es war angenehm warm und ich hatte mich trotz allem auf eine gute Nummer gefreut. Dann hat sie die Klimaanlage aufgedreht. Das Dreckding hab‘ ich gar nicht gesehen. Sie hat zu mir gesagt: „ปลี่ยนกางเกง“ (Hose wechseln) und hat mir eine spezielle Hose gegeben, die man in normalen Salons bekommt, damit man sich besser bewegen kann. Ich war überrascht und dachte: Ach, die kann ja doch Thai.
Ich hatte zwar gehofft, daß die Massage ohne Hemd und Hose gemacht wird, aber das konnte ja noch kommen. Sie fing mit der Massage bei den Füßen an. Ein bißchen auf die Fußsohlen drücken und ein bißchen an den Zehen ziehen und das sollte eine Massage sein. Wahrscheinlich hatte sie sich das selbst bei gebracht oder mal auf Youtube gesehen.
Wir waren zusammen im gleichen Raum und trotzdem war da eine unglaubliche Distanz zwischen uns. Das Gefühl kann man gar nicht beschreiben, aber wir waren kilometerweit von einander entfernt. Manche Menschen würden sich auf freier Wildbahn nie begegnen und sich eher aus dem Wege gehen.
Die Frage war nun, wer sich traut und den Anfang macht. Sollte ich sie fragen, ob sie auch das „Bumbum“ mit mir machen würde oder sollte ich warten, bis die Frage von ihr kommt. Zwischenzeitlich hatte die Klimaanlage ganz gute Arbeit geleistet und mir wurde kalt, denn außer dieser Massagehose hatte ich ja nichts an.
Nach den Füßen hat sie sich mit den Beinen beschäftigt. Auch hier wieder nur ein bißchen drücken und ziehen. Dabei ist sie auch wie zufällig an meinen Schwanz gekommen und hat festgestellt, daß der schon relativ hart war. Sie hat mir mit einer eindeutigen Handbewegung gezeigt, daß sie den Schwanz jetzt massieren wollte. Das wollte ich aber nicht, denn ich wollte sie richtig bumsen und hab‘ nur noch auf eine Gelegenheit gewartet, bis ich ihr das sagen konnte. Wahrscheinlich war sie sauer, denn an der Massage verdient sie nichts oder nur wenig und das Geld für den besonderen Service mit der Schwanzmassage darf sie behalten. Also hat sie erst mal mit ihrer normalen Massage weiter gemacht und war dabei noch lustloser, als vorher und inzwischen waren meine Füße richtig kalt.

Einer von uns mußte die Frage nach dem „Bumbum“ stellen. Sie hatte mir mit ihrer Handbewegung das „HE“ angeboten, also war es an mir, die Frage nach dem besonderen Service zu stellen. Sprachlich war alles sehr schwierig aber im Grunde wußten wir beide, wie das hier läuft, also habe ich ihr mit einer Handbewegung gezeigt, was ich wollte. Zum Glück konnte ich wenigstens die Zahlen auf Thai sagen und so haben wir uns auf 1000 Baht für das „Bumbum“ geeinigt.
Mittlerweile war mir so kalt, daß ich Angst hatte, daß mein Schwanz nicht mehr hart werden würde und so war es auch. Ich weiß nicht, ob es wirklich nur an der Temperatur in dem Raum lag oder ob es noch andere Gründe gab, jedenfalls war nichts zu machen. Mein Schwanz war so schlaff, wie ein Schwanz nur sein kann. Ich wollte ihn benutzen und der Speicher mit der milchigen Soße dürfte ausreichend gefüllt gewesen sein aber der Schwanz wollte in diesem Moment einfach nicht mehr. Wirklich sehr dumm. Da war ich endlich wieder mit einer Frau im Bett und dann streikt der Schwanz. Ich hatte das Problem vor etwa einem Jahr schon einmal. Auch damals hat mir die Frau, mit der ich im Bett war, nicht gefallen und auch damals war nichts zu machen.

Ich hab‘ ihr gesagt, daß sie sich auf meinen Bauch stellen soll, dann war die Aktion wenigstens nicht ganz umsonst. Das ist für sie lockere Arbeit und für mich ist es ein Genuß, wenn ich ihre Füße spüren kann. Es war einiges an Überredungskunst erforderlich, aber am Ende hat sie dann doch ein paar Minuten auf mir gestanden.
Ständig kam von ihr die Frage „พอไม่“ (Reicht’s jetzt?). Ich dachte, die soll doch froh sein, daß sie fast nichts machen muß. Nur ein bißchen bei dem Gast auf dem Bauch stehen und dafür noch Geld bekommen, das ist doch toll. Immerhin hatte ich für zwei Stunden bezahlt und für die 1000 Baht, die ich ihr für’s „Bumbum“ gegeben habe, kann sie sich ruhig ein paar Minuten hinstellen und vielleicht ein bißchen wippen.
Angeblich hat sie 62 Kilo gewogen aber sie kam mir leichter vor und ich hätte es noch eine Weile unter ihren Füßen ausgehalten aber die ganze Situation war einfach nervig. Mir war kalt und sie hat alle zehn Sekunden gefragt „พอไม่“ (Reicht’s jetzt?) und irgendwann gibt man nach. Zum Schluß hat sie nochmal richtig fest reingetreten und hat mit beiden Beinen auf meinem Bauch gestanden und mich ordentlich durch massiert. Dann war sie erlöst und war sichtlich froh, daß sie es geschafft hatte und hat sich schnell angezogen. Ich hab‘ mir vorsichtig den Kondom abgemacht und mich auch wieder angezogen.

Auf der einen Seite ärgere ich mich über mich selbst, weil ich da überhaupt hin gegangen bin und weil ich 1320 Baht, also etwa 35 Euro zum Fenster raus geschmissen habe. Auf der anderen Seite war die Bauchmassage sehr gut und ich hab‘ auf die Art mein Pulver gespart und kann es morgen wieder probieren. Es sind ausreichend Möglichkeiten vorhanden. Schade nur, daß man jedes Mal die Katze im Sack kauft. Ich hab‘ jedenfalls noch keine Kriterien gefunden, an denen ich erkennen kann ob eine Frau ihre Arbeit gut macht und ich den Salon zufrieden verlassen kann, oder ob das eine Krampfnummer zum Abgewöhnen wird.

Wenn der Schwanz nicht hart wird, dann ist das nicht ihre Schuld, aber für 1000 Baht kann ich ein bißchen mehr Einsatz erwarten und will mir nicht dieses ständige Nörgeln anhören müssen.

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