Eine Frau aus Nanning war meine Nummer 46 in diesem Jahr

Dieser Artikel wurde erstellt am: 19.11.2015 - 16:17

Mit folgenden Kategorien: Chinesin, Frau ohne Namen, Guter Preis


Ich bin jetzt den fünften Tag in Nanning in China und so langsam fange ich an, diese Stadt zu lieben.
Heute hab‘ ich zum ersten Mal eine Chinesin in China gebürstet und jetzt macht das Leben wieder Spaß.
Es gibt Tage, an denen klappt einfach nichts und an anderen Tagen fügt sich alles wie von selbst.

Ich hab‘ heute lange geschlafen und als ich um neun aufgewacht bin hatte ich das dringende Bedürfnis zu bumsen. Im Nachbarzimmer haben sie genau das wohl gerade gemacht, jedenfalls hatten die Geräusche darauf hingedeutet. Leider haben meine Erfahrungen der letzten Tage gezeigt, daß es in China nicht so einfach ist, eine Frau für diesen Zweck zu finden, oder wenn, dann nur für viel Geld. Das einzige, was man hier relativ günstig bekommt ist eine Massage. Wenn dann auch der Schwanz massiert werden soll, dann wird’s schon wieder teuer. So eine Schwanzmassage ist zwar ziemlich schmerzhaft, aber zur Not immer noch besser als nichts.

Um zwei Uhr bin ich los gelaufen und wollte in die Gegend gehen, in der ich vor zwei Tagen die erste Schwanzmassage bekommen hatte. Damals hatte die Masseurin zu mir gesagt, daß ich sie für 600 Yuan bumsen kann. Das ist zwar ein Haufen Holz aber wenn alle Stricke reißen, dann muß man das wohl investieren.
Unterwegs hat mich ein Motorradtaxifahrer angesprochen und mich gefragt, wo ich denn hin will. Mein Chinesisch ist schlecht, aber die Frage hab‘ ich gerade noch verstanden. Ich hab‘ ihm ganz dreist gesagt, daß ich eine Frau suche. Er hat auf eine gedeutet, die höchstens drei Meter neben uns gestanden hat. Die hatte ich zwar gesehen aber ich dachte, das ist eine, die halt zufällig da steht. So langsam geht mir hier ein Licht auf. Kann es sein, daß ich den Wald vor Bäumen nicht gesehen hatte. Da standen noch einige andere, die wahrscheinlich zum allem bereit gewesen wären.
Er wollte natürlich an mir verdienen also hat mir zu verstehen gegeben, daß ich bei ihm hinten auf sein Moped aufsteigen soll und er mich für 20 Yuan zu einer Frau bringen wird. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Es kam mir so vor, als wäre der mit mir durch die halbe Stadt gefahren und Nanning ist groß. In einer schmalen Seitengasse hat er angehalten und auf ein Haus auf der anderen Straßenseite gezeigt. Tatsächlich standen einige Frauen vor diesem Haus und ich war sicher, daß ich hier richtig bin. Er hat gefragt, ob er auf mich warten soll und wenn er das nicht gemacht hätte, dann wär‘ ich in dieser großen Stadt völlig verloren gewesen.
Ich bin sofort zu den Frauen rüber gegangen, als wenn ich hier schon hundert Mal gewesen wäre. Die haben mich mit muffigem Gesicht angeschaut und ich wäre am liebsten wieder gegangen. Eine, die weiter hinten stand, hat mich angelächelt und die war mir sofort sympathisch. Die sollte es sein. Die dürfte etwa 40 bis 50 gewesen sein und mit der bin ich ins Haus gegangen. Leider konnte sie nur Chinesisch und etwas anderes hätte auch niemand erwartet. Für ihre Dienste wollte sie 100 Yuan haben und das ist auch der Preis, den mir ein anderer Motorradtaxifahrer vorgestern genannt hatte. 100 Yuan sind etwa 12,80 Euro und das wäre die billigste Nummer seit langem.
Wir sind zusammen in einen der oberen Stockwerke gegangen und mir war das alles ein bißchen unheimlich. Dieses Haus wäre nach deutschen Maßstäben nicht mehr bewohnbar gewesen und stark einsturzgefährdet aber das nur am Rande. Sie hat mich in ein Zimmer geführt und darin war nur ein Bett und ein Ventilator, mehr nicht. Auf diesem Bett sollte es passieren und so kam es auch.

Schnell ausziehen und dann rein ins Paradies

Alles in allem war es eine sehr angenehme Nummer ohne Streß und ohne Hektik. Nach ein paar Minuten war ich fertig und hab‘ gekeucht und nach Luft geschnappt. Sie ist brav liegen geblieben und hat nicht versucht, unter mir raus zu kriechen. Ich hab‘ leise „Xiexie“ zu ihr gesagt und das bedeutet „Danke“ auf Chinesisch.
Schade, daß ich nicht mehr als „Danke“ und „Hallo“ auf Chinesisch sagen kann denn ich hätte gerne noch ein paar nette Worte zu ihr gesagt. Ich war ihr wirklich sehr dankbar und hab‘ ihr am Ende noch 100 Yuan als Trinkgeld gegeben und das machen sicher auch nicht alle. Dieses Geld hab‘ ich gerne gegeben und ich bereue es auch jetzt nicht.
Ich wär‘ gerne noch länger bei ihr geblieben aber die Nummer war vorbei und der Motorradtaxifahrer hatte unten auf mich gewartet. Also hab‘ ich sie nochmal umarmt und ihr ein Küßchen gegeben und mehr konnte ich nicht für sie tun.

Der Taxifahrer war wirklich noch da und das war mein Glück. Ich hab‘ zwar versucht, mir die Straße zu merken, in der dieses Haus steht, aber in einer chinesischen Großstadt ist das nicht so einfach.
Es ist sehr unwahrscheinlich, daß ich hier nochmal her komme und diese Frau noch einmal sehe.

Wer sich in Nanning etwas auskennt, der wird die gelb markierte Straße sicher finden.

Ich bin sicher, daß ihr erster Nicht Chinese war aber sie war meine Nummer 46 in diesem Jahr und meine Nummer 94 seit Beginn der Zählung am 01.01.2014.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Geschrieben von: am