Eine Massage in Changsha, die Kraft gekostat hat

Dieser Artikel wurde erstellt am: 17.09.2017 - 21:58

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Drei Tage hab‘ ich es in Zhuzhou ausgehalten. Die Stadt ist für chinesische Verhältnisse klein und es gab nicht viel zu sehen. Heute Morgen bin ich 40 Kilometer weiter nach Changsha gefahren. Changsha ist größer und hier sollte mehr los sein.
Nach dem Einchecken im Hotel hab‘ ich meinen ersten Rundgang gestartet und gleich angefangen, die Gegend nach Massage Salons abzusuchen. So langsam merke ich, wie das hier läuft und wo man suchen muß. Es gibt zwei chinesische Schriftzeichnen, die wohl auf einen Massage Salon hindeuten und wenn man diese beiden Zeichen erst mal erkennen kann, dann öffnet sich der Horizont und man staunt, wie viele Salons es hier gibt. Außer den Massage Salons gibt es auch noch einige andere Dienstleistungsbetriebe, bei denen nun wirklich kein Zweifel mehr besteht, was hier geboten wird. Von außen kann man durch das Schaufenster die Masseurinnen sehen und sich gedanklich eine aussuchen. Drinnen ist alles rosa ausgeleuchtet und es erinnert mich ein bißchen an eine Zoohandlung, in der die kleinen Hunde und Kaninchen unter einer rötlichen Lampe zur Schau stehen.
Abends hatte ich Bock auf eine Bauchmassage. Die sollte nach dem gleichen Muster ablaufen, wie vor zwei Tagen in Zhuzhou. Es war etwa acht Uhr, als ich zu meinem zweiten Rundgang gestartet bin. Ein Haus, an dem die besagten beiden Schriftzeichen deutlich sichtbar angebracht waren, war mein Ziel. Unterwegs hab‘ ich noch die eine oder andere von diesen rötlich ausgeleuchteten Zoohandlungen entdeckt und die Mädels da drin haben mir wirklich Leid getan. Wenn man erst einmal so tief gesunken ist, daß man in so einem Schuppen arbeiten muß, dann hat man echt verloren. Aber ich kann die Sitten und Gebräuche in diesem Land nicht ändern und die in den anderen Ländern auch nicht.
An einem Hauseingang hab‘ ich die beiden Schriftzeichen gesehen, die wohl auf einen Massage Salon hindeuten. Ich stand unten und hab‘ noch überlegt, ob ich jetzt wirklich reingehen sollte oder ob ich nicht lieber zu dem Haus gehen soll, in das ich ursprünglich wollte.

Eingang zu einem Massage Salon in Changsha
Massage Salon in Changsha

Es kostet schon ein bißchen Überwindung wenn man rein geht aber ich konnte davon ausgehen, daß mich hier niemand kennt und so, wie ich die Chinesen bisher erlebt habe, kümmern die sich auch nicht so sehr darum, was der andere macht. Wenn sich herausstellen sollte, daß dies kein Massage Salon ist, dann hätte ich immer noch ein dummes Gesicht machen können und so tun, als ob ich mich in der Hausnummer geirrt habe. Mit dieser Vorstellung bin ich die Treppe rauf gegangen und stand oben vor der Kassiererin. Eine kräftige Frau im fortgeschrittenen Alter, die nicht so aussah, als ob sie hier arbeiten würde, hat mich angesehen. Ohne Zweifel war ich der erste Nicht-Chinese, der hier auftaucht. Ein paar andere Damen saßen in einem hinteren Raum und ich konnte nicht erkennen, wie viel es waren. Ein Herr kam mir aus einem dunkeln Gang entgegen und hatte einen etwas verstörten Blick. Ich dachte, daß der wohl eben gerade gemolken wurde und noch nicht wieder ganz beisammen ist. Die Kassiererin sagte irgendetwas, das ich nicht verstanden habe. Dieser Moment war maßgeblich für den weiteren Verlauf, denn wenn die mich jetzt raus schmeißt, weil sie denkt, daß ich nur gucken will, dann war’s das. Sie mußte aber gemerkt haben, daß ich genau wußte, wo ich hier bin und hat mich in einen Raum am Ende dieses dunklen Ganges geschickt, aus dem der Herr gerade kam. Eine Dame im rosa Kleid ist mir gefolgt und die sollte mich jetzt massieren.
Der Anfang war sehr kompliziert. Die Dame hat auf mich eingeredet und konnte sich überhaupt nicht vorstellen, daß es sein kann, daß jemand ihre Worte nicht versteht. Dann hat sie ihr Handy raus geholt und mir ihre Fragen in Chinesisch aufgeschrieben. Wenn jemand die gesprochen Wörter schon nicht versteht, dann doch aber wenigstens die geschriebenen. Ich hab‘ mein Handy auch dabei gehabt und mit einem Übersetzungsprogramm haben wir uns geholfen und konnten das Wichtigste klären. Die Massage sollte 70 Yuan kosten und das sind nicht einmal neun Euro. Im Grunde ist das ein Witz und mir war klar, daß ich hier bleiben werde. „Ja, das machen wir“, hab‘ ich auf Deutsch zu ihr gesagt und ab dem Zeitpunkt lief es besser.
Ich sollte mich jetzt ausziehen. Zum Glück gab es keine von diesen speziellen Massagehosen, in denen man aussieht, wie in einem Clownskostüm. Die Unterhose durfte ich auch ausziehen und dafür war ich echt dankbar denn alles andere wäre Krampf gewesen. Dann sollte ich mich mit dem Gesicht nach oben auf die Massagebank legen. Sie hat ein bißchen an meinem Arm gedrückt und das sollte wohl eine Massage sein. Für meinen Geschmack war sie dabei etwas zu grob und ich dachte, daß die genau die Richtige für die Bauchmassage ist, wegen der ich eigentlich hier war. Nach dem Arm hat sie an den Beinen weiter gemacht und hat mir auf die Oberschenkel gedrückt. Dabei ist sie natürlich auch immer wieder an meinen Schwanz gekommen und das konnte kein Zufall sein. Es war klar, daß bald mehr kommen würde und die Massage nur der Deckmantel ist, damit man nach außen sagen kann, daß hier alles korrekt und gesittet abläuft. Ich hab‘ nur auf einen passenden Moment gewartet, in dem ich ihr sagen konnte, daß sie sich auf meinen Bauch stellen soll. Die Gelegenheit war gut denn an der Decke war wieder ein Gestell, an dem sie sich hätte festhalten können, während sie auf mir steht. Dieses Gestell ist zwar für die Rückenmassage gedacht aber für die Bauchmassage kann man es natürlich auch benutzen.
Seit dem Beginn der Massage waren höchstens fünf Minuten vergangen und sie hat sich zielstrebig zu meinem Schwanz vorgearbeitet. Das sollte sie eigentlich nicht denn eine Frau, die so unsensibel und grob ist, kann dem armen Teil sehr weh tun. Dann ging alles sehr schnell. Sie hat sich Massageöl auf die Hände geschmiert und angefangen, den Schwanz mit Öl zu massieren. Ich war ganz sicher, daß der nicht hart werden würde und ihre ganze Mühe vergeblich ist. Gleich am Anfang ist sie zu allem Übel auch noch mit einem Fingernagel an den Schwanz gekommen und das hat ziemlich weh getan. Wenn sie mir den Fingernagel in den Bauchnabel drücken würde, dann könnte es klappen, dachte ich. Also hab‘ ich ihre Hand an meinen Bauch geführt und ihr gezeigt, daß mich dort berühren soll. Zu meinem Erstaunen hat sie sich bei der Schwanzmassage am Anfang ziemlich geschickt angestellt und ich hatte mehr und mehr das Gefühl, als ob die Soße gleich kommt. Leider hat sie ihre Hand von meinem Bauch genommen und angefangen, mir die Eier zu drücken. Das kann ich überhaupt nicht leiden und zum Glück hat sie das auch ziemlich schnell gemerkt und am Bauch weiter gemacht.
Ich kann mich auch nach so vielen Massagen immer nur wundern, wie es ein kann, daß Frauen, die diese Art von Tätigkeit ausüben, dabei so völlig untalentiert sind. In den meisten Fällen tut es so weh, daß der Schwanz sich wieder zusammenzieht und dann gar nichts mehr geht. Diesmal war es nicht ganz so schlimm und nach ein paar Minuten wildem Geschüttel hatte sie es geschafft und den Pumpreflex ausgelöst. Die Soße wurde ausgestoßen und ist in den Haaren neben meinem Schwanz hängen geblieben. Ich hab‘ schnell meine Hände schützend vor meinen Schwanz gehalten, damit sie den jetzt bloß nicht noch länger berührt. Sie hatte schon eine Art Küchentuch in der Hand und während die letzten Tropfen noch aus der Schwanzspitze raus kamen, hatte sie schon angefangen, die Soße ab zu wischen. Damit hätte sie doch wirklich noch etwas warten können.
Ich war wie gelähmt. Die Massage hatte viel Kraft gekostet und ich wollte jetzt nur noch Ruhe. Nach einer oder zwei Minuten konnte ich mich wieder aus eigener Kraft erheben und hab‘ mich aufgerichtet. So, wie es aussah, war die Massage jetzt beendet und ich sollte mich anziehen. Ich hab‘ noch überlegt, ob ich morgen wieder kommen soll denn diese Masseurin war eine, die richtig zupackt und wenn sich so eine an meinem Bauch austoben kann, dann hätten wir beide eine Menge Spaß. Also hab‘ ich ihr die Fotos auf meinem Handy gezeigt, auf denen zu sehen ist, wie eine Frau mit beiden Beinen und vollem Gewicht auf meinem Bauch steht. Das sollte sie morgen bei mir machen und sie hat genickt. Sehr gut, dachte ich, jetzt steht einem Wiedersehen nichts mehr im Wege. Dann hat sie fünf Minuten lang auf Chinesisch auf mich eingeredet und versucht, mit irgendetwas zu erklären, das mit acht zu tun hat. Ich kam mir vor, wie der letzte Depp aber ich hab‘ absolut nicht verstanden, was sie mir sagen wollte. Vielleicht klärt sich das ja morgen.

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